GICON Resources liefert wichtige Migrationsparameter für das Forschungsprojekt „WaRM“
Ermittlung repräsentativer Denitrifikationsraten an Bodenproben im Labor
Unsere Wasserreserven geraten weltweit ins Wanken, durch Klimaveränderungen, übermäßigen Verbrauch und zahlreiche Umweltbelastungen. Dabei wird die Bedeutung des Grundwassers häufig übersehen, obwohl es insbesondere angesichts zunehmender Wasserknappheit unverzichtbar ist.
Um dem entgegenzuwirken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBFTR) die Initiative „Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung“ (LURCH) ins Leben gerufen.
Zehn Verbundprojekte arbeiten darin gemeinsam an dem Ziel, das Grundwasser als Trinkwasserressource besser zu schützen. Sie entwickeln neue Technologien, Konzepte und Strategien in den drei Themenfeldern: Grundwasserquantität, Grundwasserqualität und nachhaltige Bewirtschaftung.
Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main: Das Projekt „WaRM“
Eines dieser Projekte ist „WaRM“ (Wassersystemmodell Rhein/Main), welches sich auf die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main konzentriert. In dieser dynamisch wachsenden Region treffen steigender Wasserbedarf, intensive landwirtschaftliche Nutzung, Naturschutzinteressen und der Klimawandel aufeinander. Konflikte sind vorprogrammiert.
Ziel des Projekts „WaRM“ ist die Entwicklung eines umfassenden Wassersystemmodells, das den Einfluss verschiedener Maßnahmen auf Grundwasserqualität und -menge realistisch abbildet.
GICON Resources: Laborforschung mit Praxisbezug
Die GICON Resources GmbH bringt ihr akkreditiertes Migrationslabor in das Projekt ein. Dort werden naturnahe Versuche durchgeführt, um:
- Denitrifikationsraten für unterschiedliche Böden und Wassergahalte zu ermitteln
- Die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln auf Nitratumwandlungsprozesse zu analysieren
Ein eigens entwickeltes Versuchsverfahren ermöglicht zuverlässige Ergebnisse und ist auch für den Routinebetrieb geeignet. Die hohe Übereinstimmung zwischen Labor- und Feldwerten (Abweichung < 10 %) bestätigt die Praxistauglichkeit der Methoden (für mehr Informationen dazu bitte den Link zum Poster nutzen).
Von der Theorie zur Anwendung
Für eine anwenderfreundliche Nutzung der Ergebnisse in der Praxis wurde eine analytische Lösung zur Prognose des Nitrattransports weiterentwickelt, die auch unter wechselnden Nutzungsformen verlässliche Aussagen erlaubt – einfach anwendbar, ressourcenschonend und unabhängig prüfbar.
Wer profitiert von der Entwicklung?
Das von GICON Resources entwickelte Laborverfahren ermöglicht im Zusammenhang mit der analytischen Lösung des Stofftransportes im Boden- und Grundwasserbereich eine breite Anwendung bei den Umweltbehörden, Wasserversorgern, landwirtschaftlichen Beratungsstellen und Einrichtungen zur Altlastenbehandlung, einschließlich Monitored Natural Attenuation. Es hilft dabei, gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bürger und zur Sicherung der Trinkwasserversorgung abzuleiten – etwa durch optimierte Düngepraxis oder die Ausweisung besonders sensibler Grundwasserbereiche.
Die Projektpartner von „WaRM“ im Überblick
Forschungspartner:
- Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
- Technische Universität Darmstadt (TuDa)
- Hessenwasser GmbH & Co. KG (HW)
- BGS Umwelt (BGS)
- Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)
- Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA)
Praxispartner:
- Hessisches Umweltministerium (HMUKLV), Abt. Wasser, Boden und Landwirtschaft
- Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt
- Landkreis Groß-Gerau, Untere Wasserbehörde (UWB)
Über den nachfolgenden Link gibt es eine übersichtliche Darstellung für die "Ermittlung von repräsentativen Abbauraten an Bodenproben im Laborbereich am Beispiel der Denitrifikationsrate".